Grundsätzliches zur Wrapfolie

Zur Folie

Dieser Punkt dient zur allgemein Information über Fahrzeugvollverklebungen.
Was zu berücksichtigen und zu beachten ist, wann z.B. Reklamationen berechtigt sind, lesen Sie in den dafür vorgesehenen Punkten.

Die durchgeführten Tätigkeiten sind Teil eines hochwertigen Handwerks und jedes Fahrzeug erhält dadurch Unikatwerte in seiner Fertigung.
Die ausgeführten Arbeiten sind nicht gleichzusetzen mit einer (Neu)-Lackierung.

Folien sind Lackimitate und bestehen aus einem flexiblen und weichen Material. Sie werden nicht nur zur optischen Veränderung von Fahrzeugen verwendet, sondern dienen auch zum Schutz des Originallacks.
Bei späterer, rückstandsloser Entfernung der Folie (abhängig vom Zustand des Lacks - die Entfernung sollte in einer Werkstatt mit Folienerfahrung durchgeführt werden), kommt der Originallack im Regelfall in geschontem, gut erhaltenem Zustand zum Vorschein.

Mit der Auftragserteilung erkennt der Kunde die nachfolgenden Bedingungen an. Abweichende allgemeine Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil.

Mit Folie ist nahezu alles möglich!
Wir sind jedoch keine Magier und gewisse Stellen, Verwinkelungen, Problemzonen bei Karosserieteilen sind extrem schwierig oder gar nicht erreichbar.
Sie werden von uns vorher auf diese "Problemzonen" hingewiesen und beraten.



Zeitlicher Rahmen der Folierung

Der zeitliche Rahmen der Folierung ist mit uns im Einzelfall abzuklären. Je nach Beschaffenheit und nötiger Vorarbeit am Fahrzeug dauern die Arbeiten bei uns zwischen 4 und 5 Werktage.



Vorbereitung der Flächen durch den Kunden

Basis einer Fahrzeugvoll- bzw. Teilverklebung ist die Bereitstellung eines grundgereinigten Fahrzeugs. In textilen Waschstraßen ist die einfachste Wäsche durchzuführen (keine Polituren/Wachse).
Grobe und hartnäckige Verunreinigungen wie Teerflecken, Insektenrückstände u. ä. sind vom Kunden zu entfernen.
Auf das Aufbringen von Polituren/Wachsen auf den Lack muss vor der Verklebung verzichtet werden.
Der Lack muss vollständig von Wachsen befreit sein.

Ist ein Fahrzeug ungenügend gereinigt, können zusätzliche Reinigungskosten anfallen.


Vorschäden

Bereits vorhandee tiefe Steinschläge sind mit Folie nicht zu überdecken.
Die speziell konzipierte Fahrzeugvollverklebungsfolie ist hauchdünn und legt sich wie eine Zweite Haut über den Lack.
Macken und Dellen werden dadurch nicht verschönert und verschwinden auch nicht.
Deshalb sollten solche Stellen vor der Folierung bei einem Fahrzeugaufbereiter Ihres Vertrauens entfernt werden.



Haltbarkeit der Folie/Untergründe

Die Haltbarkeit der Folie ist u.a. abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes auf dem sie verklebt werden soll.
Die Folie hat üblicherweise eine Funktionsdauer von 10-12 Jahren.
Bei einer vertikalen Bewitterung bei mitteleuropäischen Normalklima hat die Folie eine Haltbarkeit von etwa 4-5 Jahren.
Ab diesen Zeitpunkt beginnt durch Weichmacherwanderung die Folie an ihrer Elastizität zu verlieren und versprödet. Es ist ratsam die Folie dann zu erneuern bzw. zu entfernen.
Bei bedruckten Flächen verringert sich die Haltbarkeit aufgrund des stärkeren Ausbleichens der Farbpigmente.
Eine regelmäßige Versiegelung der Folie verlängert deren Haltbarkeit.
Eine Gewähr für eine bestimmte Mindesthaltbarkeit kann nicht übernommen werden, da die Haltbarkeit von der Vorarbeit des Kunden abhängt.
Eine verkürzte Haltbarkeit kommt auch bei überlackierten Kunststoffteilen häufig vor.
Nicht lackierte Kunststoffteile können nicht verklebt werden.
Bei eventuellen Nachlackierungen muß der Lack mind. 4-6 Wochen aushärten/ausgasen bevor foliert werden kann.
Die Lackierung muss in einem Fachbetrieb erfolgen, da sonst die Ablösbarkeit der Folie ohne Beschädigung des Lackes nicht gewährleistet werden kann.



Schäden durch die Folierung

Im Zuge der Folierung kann es nötig werden, daß die Folie nach Anbringung auf dem Lack geschnitten werden muss.
Wir sind in der Lage die Folie zu trennen ohne ein Messer zu verwenden.
Bei der Entfernung der Folie können Schäden am Lack auftreten (Klarlackablösung o.ä.). Dies ist auf Fehler am Lack zurückzuführen.
In der Automobilindustrie werden serienmäßig Fahrzeuge gefertigt, deren Lackierung mindestens einen Gitterschnittwert von GT1 (DIN53151) aufweisen. Dieser Wert sagt etwas über die Festigkeit des Lackes auf dem Untergrund aus. Keine der verwendeten Wrapping Folien hat eine Klebkraft die diesen Wert übersteigt.



Folie mit Struktur

Folien mit einer Struktur in ihrer Beschaffenheit (z.B. Carbonstruktur) können optische Unterschiede aufweisen, die gerade bei großflächigen Verklebungen sichtbar sein können. Solche Unterschiede stellen keine Mängel dar.



Schäden an Kunststoffteilen/Typenbezeichnungen

Typenbezeichnungen werden vor einer Verklebung entfernt und sind für eine Neuanbringung nicht mehr oder nur bedingt geeignet.
Die Entfernung verschiedener Teile kann Zusatzkosten verursachen.
Zier- und Gummileisten die mit Kunststoffklipsen angebracht sind und vor der Verklebung eventuell entfernt werden sollen, können abbrechen und müssen beim Hersteller angefordert werden. Der Ersatz dieser Kleinteile ist als völlig normal anzusehen und dient einem hochwertigen Ergebnis.



Falten und Überlappungen bei der Folierung

Optisch ist eine sehr gute Folierung kaum von einer Lackierung zu unterscheiden aber einer Lackierung nicht gleichzusetzen. Eventuell auftretende Faltenbildungen werden so eingearbeitet, daß sie nicht sofort ins Auge fallen. Diese sind teilweise unvermeindbar und stellen keine Mängel dar. Folien sind in ihrer Eigenschaft dennoch anders als Lacke. Beklebungen von Flächen, welche die Folienbreite übersteigen, können eine Überlappung an problematischen Stellen erforderlich machen.



Staub/Luftbläschen

Weiters ist es unvermeindlich, daß sich bei der Verarbeitung zwischen Folie und Lack kleine Staubpartikel befinden. Durch die Kaltfließeigenschaft des Klebers werden diese aber innerhalb der nächsten zwei Wochen nach der Verklebung vom Kleber umflossen und in der Kleberschicht eingebunden. Diese sind somit kaum bis gar nicht mehr sichtbar. Eventuell entstandene Luftbläschen diffundieren durch die Folie und verschwinden innerhalb einiger Tage.



Problematische Stellen/Einleger (Inlays)/Zusatzkosten durch erforderliche Montage - Demontagearbeiten

Unter einer Vollfolierung versteht man im Regelfall die Folierung aller von aussen sichtbaren lackierten Flächen.
Türeinstiege oder nach innen ragenden Karosserieteile können nach Absprache mitfoliert werden.
Dies bedeutet einen Mehraufwand der entsprechend abgesprochen werden muß.
Durch den Einbau von sicherheitstechnischen Elementen, wie Seitenairbag und anderen elektronisch erfassten Geräten im Fahrzeug, ist eine Demontage zur Verklebung der Folie manchmal schwierig und erfordert dann die Hinzuziehung von Fachpersonal einer Werkstatt.
Für die Demontage und die anschließende Montage dieser Teile ist der Kunde verantwortlich, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart.
Sollten diese Arbeiten vom Kunden nicht gewünscht werden, sind gewisse Einschränkungen zu akzeptieren.
Die Folie kann in diesem Fall nicht in einem Stück verarbeitet werden, sondern wird mit sogenannten Einlegern überlappend verklebt. Die Folienschnitte werden an Lichtkanten oder nicht markenten Stellen durchgeführt.
Türgriffe, Spiegel, Spoiler und starke Vertiefungen (hauptsächlich bei Frontschürzen) sind aufgrund ihrer konkaven und konvexen Formen meist nicht in einem Stück zu machen.
Es lässt sich oft nicht vermeiden mit Einlegern zu arbeiten um eine Überdehnung der Folie zu verhindern und einem Ablösen der Folie entgegenzuwirken.



Nachbesserung/Gewährleistung

Nach der Auftragsabwicklung wird ein Farbmuster der verwendeten Folie zu den Kundenunterlagen beigeheftet um bei auftretenden Korrekturen, Instandsetzungen und anderen Gegebenheiten die entsprechende Folie neu zu ordern.
So kann bestmögliche Qualität gewährleistet werden, wobei hier zu beachten ist das Farbunterschiede auftreten können da das neue Material keinen Witterungsverhältnissen ausgesetzt war. Dies ist nicht zu vermeiden und vom Kunden zu akzeptieren. Eine entsprechende Pflege verlangsamt den Verwitterungsprozeß. Der Kunde begutachtet das Fahrzeug bei Abholung und bei begründeter Reklamationen werden Mängel behoben. Sollte ein Gewährleistungsfall eintreten, so vereinbaren Sie einen Begutachtungstermin in unserer Firma. Kleinere Mängel können relativ zeitnah und nach Absprache korrigiert werden. Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften.



Dokumentation der Arbeiten

Vor der Verklebung erfolgt eine Sichtprüfung des Fahrzeuges, welche den Allgemeinzustand dokumentieren soll. Dieses Formblatt wird vom Kunden unterschrieben, der Auftragsmappe beigefügt. Zusätzlich werden digitale Fotos vom Fahrzeug erstellt, die den gleichen Zweck erfüllen sollen.



Werbung mit der Dokumentation

Die im Zuge der Folierung erstellten Bilder werden, nachdem Erkennungsmerkmale wie Nummernschilder u. ä. zum Schutz von Persönlichkeitsrechten unkenntlich gemacht wurden, nach eigenem Ermessen für Werbezwecke verwendet (Homepage, Flyer o. ä.). Als Qualitätssiegel behalten wir uns vor an weniger auffäligen Stellen unser Logo als eine Art Prägung unter oder auf der Folie anzubringen. Der Kunde erklärt sich hiermit ausdrücklich einverstanden.



Pflege

Die erste richtige Reinigung der Folie sollte erst erfolgen wenn der Kleber seine volle Haftkraft entwickelt hat.
Im Regelfall wurde die Aushärtezeit eingehalten bevor das Fahrzeug uns verlässt.
Ist die beklebte Oberfläche nur minimal verstaubt, reicht es meist aus sie mit einem weichen Tuch abzuwischen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn es sich tatsächlich nur um sehr feine Staubkörnchen handelt.
Folien können und sollten nass gereinigt werden. Dadurch wird verhindert, dass Staubpartikel, kleine Sandkörnchen und ähnliches die Oberfläche beschädigen.
Waschen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig mit Seifenlauge oder in einer textilen Waschanlage.
Handwäsche sollte dennoch der textilen Waschstraße vorgezogen werden. Sehr aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel sind dabei nicht geeignet. Grundsätzlich gilt, dass Stöße und Kanten der Folie immer sehr behutsam gereinigt werden sollten. Beim Reinigen mit einem Hochdruckreiniger ist der Mindestabstand von 50cm einzuhalten und der Wasserstrahl darf nie direkt auf die Folienkanten gehalten werden. Folierte Fahrzeuge sollten nach der Beschichtung und später etwa alle drei Monate mit einer geeigneten Versiegelung behandelt werden. Dadurch wird die Oberfläche der Folie glatt und Schmutz bleibt weniger haften. Die meisten von uns verwendeten glänzenden Qualitätsfarbfolien können begrenzt oft poliert werden. Fragen sie bei uns nach. Matte Folien darf man nie polieren. Die Folien sind Wetter- und UV-beständig.


Garantie

Wir vergeben eine Garantie von 12 Monaten auf die Funktionsfähigkeit der Folie folgender Hersteller: Hexis, 3M, Avery, Oracal, APA.

12 Monate Garantie auf die Funktionsfähigkeit der Folie von den oben genannten Herstellern gilt nur für fabrikweise und originallackierte Fahrzeuge.
Für nachlackierte Fahrzeuge oder Fahrzeugteile kann keine Garantie übernommen werden.

Wir verpflichten uns, beschichtete Teile, die infolge eines nachgewiesenen Fabrikations-, Material- oder
Beschichtungsfehlers defekt geworden sind, innerhalb der Garantiezeit entweder kostenlos zu ersetzen oder nachzubessern.

Durch eine erbrachte Garantieleistung wird weder die Garantiezeit verlängert noch für die ersetzten Teile einen neue Garantiezeit begründet.
Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, besonders solche auf Minderung, Wandlung, oder Schadenersatz sowie Verdienstausfälle jeglicher Art.
Falls an einem Fahrzeug etwas ausgebessert werden muss, wird dies nur in unserer Werkstatt oder durch einen ausschliesslich von uns bestimmten Dritten durchgeführt.

Die Garantie erstreckt sich nicht auf folgende Fälle:

Schäden und Fehler durch Einwirkung höherer Gewalt.
Beschädigungen oder sonstige Mängel, die nicht auf Fabrikationsfehler zurückzuführen sind.
Folgeschäden durch Versäumnis der Pflege gemäß Pflegeanweisung.
Verschleißschäden durch überdurchschnittliche Beanspruchung.
Lackschäden nach dem Entfernen der von uns angebrachten Folie an nachlackierten Fahrzeugteilen,
sowie an Kunststoffteilen die werkseitig mit fetthaltiger strukturierter Kunststoffoberfläche hergestellt werden.
Eventuelle Lackschäden beim Entfernen der von uns angebrachten Folie-
Im Rahmen der Komplettfolierung werden sämtliche Typenbezeichnungen am zu folierenden Fahrzeug entfernt. Diese (soweit sie geklebt sind) werden nicht wieder angebracht.
Ein nachträgliches Anbringen der Typenbezeichnungen kann zu Beschädigungen sowohl an der Folie als auch am Lack führen und wird nur auf ausdrücklichen Wunsch durchgeführt.

©2019 Fa-Wrap. All Rights Reserved. All product names, logos, and brands are property of their respective owners. All company, product and service names used in this website are for identification purposes only. Use of these names, logos, and brands does not imply endorsement.

Search